Für wen passt die Analyse – und wann braucht es einen anderen Ansatz?
Persönliche Entwicklung statt Persönlichkeitstypisierung
Die Analyse soll individuelle Unterschiede verständlich machen. Sie darf nicht dazu verwendet werden, Menschen als schwierige Konflikttypen zu etikettieren oder ihr zukünftiges Verhalten als festgelegt darzustellen.
Reflexion statt Leistungsbewertung
Das Format dient der persönlichen Entwicklung. Beauftragt eine Organisation die Analyse, müssen Zweck, Vertraulichkeit und Zugriff auf individuelle Ergebnisse vorab eindeutig geklärt werden.
Individuelle Perspektive statt vollständiger Konfliktdiagnose
Persönliche Muster beeinflussen die Wahrnehmung und Bearbeitung eines Konflikts, erklären aber nicht automatisch seinen Gegenstand oder seine Ursache. Unklare Rollen, widersprüchliche Ziele, knappe Ressourcen oder formale Machtverhältnisse lassen sich nicht durch eine Persönlichkeitsanalyse lösen.
Ergänzung statt Ersatz einer Konfliktklärung
Bei einem akuten Konflikt kann die Analyse die Selbstreflexion unterstützen, ersetzt aber keine notwendige Moderation, Mediation oder Veränderung organisatorischer Rahmenbedingungen. Bei Mobbing, Diskriminierung, Machtmissbrauch oder anderem Schutzbedarf sind die zuständigen Beschwerde- und Prüfverfahren vorrangig zu klären.